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Mit Hilfe der
Bürgerstiftung sind neun Gymnasiasten nach England, Kanada und Japan
gereist. Dort verbesserten sie ihre Sprachkenntnisse.
Krefeld. Sie haben sich den Auslandsaufenthalt brennend
gewünscht. Dafür hat die 16-jährige Annette Liessem Klavierstunden
gegeben, Laura Kossing (17) will, seitdem sie zehn Jahre alt war, ins
Land der aufgehenden Sonne und sparte ihr Konfirmanden- und Taschengeld
und Marc Rößler (16) hat die Euros auch zusammen gehalten.
Die
Eltern schossen noch Geld hinzu. Doch den Auslandsaufenthalt hat
letztendlich die Bürgerstiftung ermöglicht. Neun Gymnasiasten konnten
durch einen 1000-Euro-Zuschuss nach England, Japan oder Kanada reisen,
um im Land und in Sprachkursen ihre Englischkenntnisse zu verbessern.
Auslandsaufenthalt verbessert die Fremdsprachenkenntnisse
Gestern saßen sie bei Saft und
Berliner Ballen bei Oberbürgermeister Gregor Kathstede und
berichteten begeistert von ihren Aufenthalten in Cornwall, Oxford,
Vancouver oder Hamamatsu. Zwischen zwei und zwölf Wochen verbrachten
sie im Gastland, fanden neue Freunde und die meisten pflegen immer
noch Kontakte.
Auch nach dieser relativ kurzen Zeit
bemerken die jungen Leute im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, dass
sie mit dem Gebrauch der Fremdsprache im Unterricht weniger
Schwierigkeiten haben.
„Die Sprachreisestipendien sind mein
Lieblingskind, die Bürgerstiftung betreffend“, sagte
Oberbürgermeister Gregor Kathstede gestern. „Ich möchte den jungen
Leuten zu mehr Sprachkompetenz verhelfen. Sie ist wichtig.“ Der
Oberbürgermeister weiß, wovon er spricht:
„Ich war selbst ein Jahr als
Stipendiat in Frankreich. Für meine Englandaufenthalte kam das
,Stipendium‘ von den Eltern. Fit in Englisch und Französisch zu
sein, ist sehr gut.“
Er wünscht sich weitere Sponsoren, die
bereit sind, das Fördergeld für eine Schülerin oder einen Schüler zu
zahlen. Denn in diesem Jahr soll es wieder Sprachaufenthalte für
Krefelder Teenager geben.
Waren es diesmal in der zweiten
Staffel neun Gymnasiasten, die ins Ausland fahren durften, würden
sich die Verantwortlichen freuen, wenn sich auch junge Leute anderer
Schulformen melden würden.
„Sie müssen sich bewerben und zeigen,
dass sie weiterkommen wollen“, fordert Bürgerstiftungs-Vorsitzender
Markus Prehn. „Andere Kulturen erfahren und fremde Menschen kennen
lernen, bringen nach vorne“, erklärt er weiter.
Die Stipendien bieten die Chance, den
eigenen Horizont im Ausland zu erweitern und prägende Erfahrungen im
interkulturellen Kontakt zu sammeln, die für den zukünftigen
Werdegang von unschätzbarem Wert sein können.
Ab ins Ausland
Bewerbung Für ein Stipendium der Bürgerstiftung können sich bis zum
15. März Schüler bewerben, die für den Sommer eine Sprachreise planen
oder bereits einen Sprachkurs im Ausland gebucht haben.
Es
können sich auch junge Leute bewerben, die für einige Monate oder ein
Jahr im Ausland zur Schule gehen möchten.
Bewerbungsunterlagen Diese können
auf der Homepage heruntergeladen oder in der Geschäftsstelle, Postfach
100349, 47703 Krefeld angefordert werden. Infos gibt es unter Ruf
3600060.
22.02.2008
Von Chrismie Fehrmann |