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24.08 07

 

Krefelds junge Mathe-Asse

Fünf Schüler aus der Seidenstadt waren bei den Landeswettbewerben in Mathematik erfolgreich – auch dank der Vorbereitung mit Privattrainern. Oberbürgermeister Gregor Kathstede gratulierte ihnen im Rathaus.

 

Sie sind so gut, dass sie einen Privattrainer gestellt bekamen – und sie haben die Erwartungen voll erfüllt. Die Rede ist von den jungen Mathe-Assen Jana Schmidt, Svenja Ehrmann, Petra Tebaartz, Ruth Joachimi und David Höhnerbach. Die fünf sind Naturtalente beim Spiel mit den Zahlen. Bei der Mathematik-Olympiade der weiterführenden Schulen und beim Mathewettbewerb der Grundschulen maßen sie sich mit Schülern aus ganz Nordrhein-Westfalen. Neu in diesem Jahr: die professionelle Vorbereitung auf den Wettbewerb mit Coachings durch einen Lehrer, der intensiv Lösungswege trainierte. Ermöglicht wurde das Training von der Krefelder Bürgerstiftung.

 

Studium parallel zur Schule

 

Ruth Joachimi aus der Jahrgangsstufe 13 des Gymnasiums Fabritianum belegte in der Landesrunde den ersten Platz, qualifizierte sich für die Bundesrunde und bedankte sich bei Markus Prehn und Carola Puvogel von der Stiftung für das Coaching. Parallel zum Schulbesuch hat sie bereits ein Mathe-Studium an der Universität Duisburg-Essen begonnen. Dort kommt sie nun ins dritte Semester: „Es gab kürzlich eine Klausur, bei der nur drei bestanden haben, zwei davon waren Schülerstudenten.“ Mathe ist die große Leidenschaft der 17-Jährigen, die gerne in der Forschung arbeiten möchte. Nach dem Abi geht es aber zuerst nach Bonn – für den Rest des Studiums.

Die Zahl der Startplätze beim Landeswettbewerb richtet sich nach dem Abschneiden der Teilnehmer einer Stadt. Wenn Krefeld also dauerhaft besser abschneidet, erhöht sich die Zahl.

 

Die Bürgerstiftung plant deshalb, das von ihr gesponserte Coaching im kommenden Jahr auf ein ganzes Mathe-Wochenende auszuweiten.

Auch Petra Tebaartz brachte eine Auszeichnung vom Landeswettbewerb mit. Wie alle anderen erhielt auch sie eine Münze mit dem Wappen der Stadt Krefeld. Eigentlich eine Auszeichnung für Sportler, „aber ein Wettbewerb ist es ja auch, sogar eine Olympiade“, sagte Oberbürgermeister Gregor Kathstede. Außer für Matheaufgaben begeistert sich die Schülerin des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums vor allem für die von ihr geleiteten Schul-Arbeitsgemeinschaften für Jonglieren und Einradfahren. Die 18-Jährige möchte Lehrerin für Mathe und Französisch werden.

 

Einen klaren Berufswunsch hat auch Jana Schmidt (11) von der Marienschule. Sie hat von ihrem Vater die Leidenschaft für das Fliegen geerbt und möchte Pilotin werden: „Das weiß ich schon, seit ich denken kann.“ Wie für Jana ist Mathe auch für Svenja Ehrmann (11) mehr als nur lästige Pflicht. Die Aufgaben machen ihr so viel Spaß, dass sie auch Freizeitbeschäftigung sind. Nicht die einzige jedoch – Svenja spielt Querflöte, singt im Chor und kann sich vorstellen einmal als Architektin ihr Geld zu verdienen.

Den dritten Platz im Landeswettbewerb der Grundschüler erreichte David Höhnerbach von der Geschwister-Scholl-Schule in Oppum. Schon als Drittklässler durfte er im vergangenen Jahr beim Wettbewerb der Viertklässler mitmischen. Der Jüngste unter Krefelds Vorzeige-Jungmathematikern erhielt eine Einladung zur NRW-Matheakademie.

 

VON DANIEL SIEBEN

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August 07

 

 

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20.03.2007

   

Mehr Förderung für Hochbegabte

 

Leonie ist 16 Jahre alt. Nächste Woche schreibt sie ihre Abiturprüfungen, nachdem sie drei Klassen übersprungen hat. Trotzdem fühlte sie sich unterfordert. Also begann sie ihr Studium in Kultur- und Sozialwissenschaften bei der Fernuniversität Hagen.

 

Mit einer speziellen Genehmigung können Jugendliche durch das Projekt „Schüler-Uni“ schon in der Schulzeit Studiengänge besuchen und sich bereits erbrachte Leistungen später gutschreiben lassen. Durch Unterstützung der Bürgerstiftung Krefeld stehen den Jungstudenten neuerdings Mentoren zur Seite, die sie bei ihrem Studiengang beraten.

 

„Eigentlich wollte ich erstmal als Gasthörerin dabei sein, aber dann wollte ich mehr machen“, erzählt Leonie Thöne. Bevor sie jedoch anfangen durfte, mussten Eltern, Lehrer und der Schulleiter zustimmen, dass sie ihr Abitur trotz Studium bewältigen kann. Bei einem Gespräch wurde nicht nur das Wissen der 16-Jährigen getestet, sondern auch gefragt, ob sie neben dem Lernen genügend Zeit für Freunde und Hobbies hat. „Oder ob ich aus Frust in den Rhein springe“, berichtet Leonie.

 

Als einziges Studienzentrum in Deutschland betreut Krefeld die Jungstudenten bei ihrem Studium. „Wir sind froh, dass wir die Schüler quasi Zuhause fördern können“, sagt Carola Puvogel von der Bürgerstiftung. Die Mentoren vom Studienzentrum Krefeld helfen den Studenten zum Beispiel bei Hausarbeiten, geben Tipps welche Bücher ausgewählt werden sollten und dienen ihnen als Ansprechpartner. „Wir wollen, dass Hochbegabte noch mehr gefördert werden oder eine entsprechende Beratung bekommen“, erklärt Rainer Hendrichs, Leiter des Fachbereichs Schule.

 

Auch Schüler, die noch nicht wissen was sie machen wollen oder einfach nur mal reinschnuppern wollen, können aus dem kompletten Studienangebot der Fernuni auswählen. In diesem Jahr wagten fünf Schüler den Sprung ins Studium.

 

VON MARKUS WASCH

 

Westdeutsche Zeitung

20.03.2007

 

 

Mit 16 schon das halbe Studium geschafft

 

Fünf junge Krefelder gehen zur noch Schule und studieren „nebenbei“ Sozialwissenschaften, Mathe oder Jura.

 

„Lernen war für mich schon immer was ganz Tolles“, lächelt Leonie Thöne. Ihre Einstellung rechnet sich, denn in wenigen Tagen macht die 16-jährige ihr Abitur. Drei Klassen durfte sie überspringen. Doch da sie sich immer noch nicht ganz ausgelastet fühlte, wendete sie sich an das Krefelder Studienzentrum der Fern-Universität Hagen. Das war vor drei Jahren und seitdem studiert sie, neben der Schule, noch Kultur- und Sozialwissenschaften.

 

Die Schüler machen Prüfungen und können diese später nutzen

 

Leonie Thöne ist eine von derzeit fünf Schülern in Krefeld, die studieren – auch Mathe und Jura. Das örtliche Studienzentrum ist sogar das einzige deutschlandweit, dass die Schüler gezielt fördert. Ein Projektversuch insofern, dass die jungen Menschen ihre Erfolge im Fernstudium später tatsächlich nutzen können – obwohl sie noch kein Abitur, keine gültige Fachhochschulreife erworben haben. Leonie hat beispielsweise schon die Hälfte ihres Weges zum Studienabschluss Bachelor geschafft.

 

Reinschnuppern in unterschiedliche Fächer ist ein wichtiger Faktor

 

Doch ein früher Abschluss ist nicht der zentrale Gesichtspunkt warum Jutta Rossbach, Leiterin des Studienzentrums, das Projekt ins Leben rief: „Hier kann man sich mal Mathe, mal Geschichte anschauen und dann weiß man auch später, was man studieren soll“, meint sie. Viele seien nach ihrem Abitur von der großen Auswahl und von der Masse an Angeboten ganz überfordert.

 

Rossbach weiter: „Eine Universität hat eine Mentalität, an die muss man sich als Schüler erst gewöhnen.“ Unterstützung erhält das Projekt von der Bürgerstiftung Krefeld. Sie helfen den begabten Schülern mit finanziellen Mitteln. „Die individuelle Förderung gilt so nicht nur für Leistungsschwache, sondern auch für die Hochbegabten“, sagt Stadtsprecher Timo Bauermeister.

 

Die Begabten verheimlichen aus Angst oft ihr Studium

 

Doch der Erfolg hat auch eine Kehrseite: Die Schüler-Studenten, die jüngste ist gerade 13, verheimlichen ihre „Nebentätigkeit“ oft vor den Mitschülern, da sie Mobbing fürchten. Auch Leonie hat nicht vielen davon erzählt. „In ein paar Tagen habe ich mein Abitur, dann ist es mir auch egal“, freut sie sich.

 

Von Lars Bültmann

 

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Rheinische Post

17.03.2007

 

 

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Westdeutsche Zeitung

24.02.07

 

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01.02.07

 

 

 

Oppum - Life

Januar 07

 

Rheinische Post

20.01.07

 

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Stadt - Spiegel

14.01.07

 

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14.01.07

 

 

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