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30.12.06

 

 

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2007 bleibt der Oberbürgermeister bei seinen Schwerpunkten Familienpolitik und Aufwertung der Innenstadt.

 

 

Krefeld. „Eines der zentralen Handlungsfelder bleibt 2007 das Thema Familienfreundlichkeit“, betonte Oberbürgermeister Gregor Kathstede gestern in einem Pressegespräch. Und führte dazu eine Reihe von Beispielen an. Zum Beispiel die Bürgerstiftung, die erst gestern eine Spende von den Krefelder Schornsteinfegern erhielt. 

 

Doch neben Bildung und Ausbildung gehe es auch darum, Ganztagsangebote und Betriebskindergärten einzuführen. Letzteres will er auch für die Stadtverwaltung prüfen. In Arbeit seien derzeit sowohl ein Familien- als auch ein Bildungsführer für die Stadt. Beide Hefte sollen um Ostern herum vorliegen.

 

Ein besonderer Schwerpunkt werde in diesem Jahr auf dem Thema „Wohnen in der City“ liegen, mit dem sich die „Entwicklungsgruppe Innenstadt“ beschäftigen werde. „Ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen ein Angebot machen müssen, wo sie mit Kindern leben können. Der grüne Göldenbachsplatz wäre eine solche Möglichkeit. Von daher bin ich mit dem Kompromiss nicht zufrieden“, so Kathstede.

 

Für Januar erwartet Kathstede den Vollzug der Stadtwerke-Fusion mit Neuss. Danach müsse man die Gespräche über eine gemeinsame Sparkasse intensivieren. Das neue Modell der Wirtschaftsförderung mit Gerold Stahr und Eckart Preen hält Kathstede für gut. Preen hat unterschrieben, kommt im Juli. „Dass seine Person hier schon vor dem Antritt diskreditiert wurde, dass mir von der SPD bereits vorab gesagt wurde, ,egal welches Modell Du vorschlägst, wir sind dagegen’, zeigt, dass man dem neuen Modell gar keine Chance geben will“, bedauert der Oberbürgermeister. Dabei zeige der Verkauf von Hansa-Centrum, Behnisch-Haus und Schwanenmarkt, dass Investoren durchaus wieder Interesse an Krefeld haben. Derzeit sei man mit drei Interessenten für Gewerbeflächen im Gespräch. Von daher ist Kathstede überzeugt: Krefeld geht wieder auf die Überholspur.“

09.01.2007
Von Dagmar Groß

 

Westdeutsche Zeitung

20.11.06

 

 

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Westdeutsche Zeitung

17.11.06

 

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14.11.06

 

 

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Rheinische Post

 

 

 

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Westdeutsche Zeitung

 
 

Ein Gütesiegel für die Bürgerstiftung

 

In nur einem halben Jahr sind bereits zahlreiche Projekte angestoßen worden.

Im Gespräch mit der WZ zieht der Vorstand eine erste Bilanz.


Ob Leseförderprogramm, Bewerbungstraining für Hauptschüler, Bücher für Kindergartenkinder oder Betreuung von Jungstudenten für einen Verein, der noch nicht mal ein halbes Jahr besteht, hat die Bürgerstiftung Krefeld schon eine Menge Projekte angestoßen. Nächste Woche startet zum Beispiel ein Bewerbungstraining-Workshop für Hauptschüler, den die Deutsche Bank anbietet. Zehn Schüler Krefelder Hauptschulen erarbeiten mit dem Personalchef des Geldinstituts, wie eine Bewerbungsmappe aussieht, was man beim Vorstellungsgespräch beachten muss . Dazu gibt es Rollenspiele und Gespräche mit den Bank-Azubis.

Die Stahldorfschule wurde bei der Anschaffung von Büchern für das internetgestützte Leseförderungsprogramm "Antolin" unterstützt. Wie in einem Wettbewerb oder Internet-Spiel müssen die Kinder im Netz Fragen zu den von ihnen gelesenen Büchern beantworten. Dafür gibt es Punkte.

Unterstützung von der Bürgerstiftung gibt es auch für ein Projekt der Krefelder Jugendzentren unter dem Titel "Jugendpressebus". Die jungen Leute bauen ein Internetportal für Krefelder Jugendliche auf, in das auch Artikel über die Lebenswelt der Jugendlichen einfließen sollen. Hinzu kommt die Förderung von Sprach- oder Mathematikwettbewerben, Sprachreisen oder die Betreuung von Schülern, die bereits per Fernstudium an der Uni Hagen studieren.

An diesen Beispielen wird schnell deutlich, dass der Schwerpunkt der Krefelder Bürgerstiftung auf der Bildung liegt. "Wir sind zwar auch offen für andere Themen, aber das ist zumindest zunächst unser Schwerpunkt. Und den wollen wir in Abstimmung mit den Schulen noch ausbauen", sagt Vorstandsmitglied Gero Hattstein. Was die Bürgerstiftung nicht will, ist Konkurrenz zu anderen Förderern oder Ersatz für Aufgaben, die die Stadt erfüllen muss. Geschäftsführerin Carola Puvogel: "Unser Ziel ist die Vernetzung von Angeboten und Fördermöglichkeiten, nicht die Konkurrenz. Wir haben bereits entsprechende Gespräche mit Einrichtungen wie Lions oder Rotary geführt."

 

Mit konkreten Projekten neue Stifter gewinnen  

 

"Ganz nebenbei" haben die Ehrenamtler zusammen mit der Geschäftsführerin auch schon ein Büro und eine Website eingerichtet, ein Logo und Briefbögen entworfen und sich mit einem Experten über das Thema Spenden einwerben ausgetauscht.

"In einem Workshop mit Burkhard Küstermann von der Initiative Bürgerstiftung haben wir gelernt, dass man Stifter und Sponsoren am ehesten über konkrete Projekte gewinnen kann", sagt Markus Prehn, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Deshalb überlegt der Vorstand, wie ein originelles, stadtweites und gutes Projekt auf die Beine gestellt werden kann, will entsprechende Ideen auf jeden Fall mit den Praktikern der Bildungseinrichtungen abstimmen und dann um finanzielle Unterstützung werben.

Denn die braucht die noch junge Stiftung. Zwar hat man zum Start ein Kapital von über 400 000 Euro zur Verfügung. Doch wie bei Stiftungen üblich, soll der Grundstock ja nicht angegriffen werden, müssen Zuwendungen aus den Zinsen und Erträgen finanziert werden. Deshalb sind nicht nur zusätzliche Stifter (ab 5000 Euro) willkommen, sondern "alle Menschen, die Zeit, Geld, Sachen und Ideen spenden", sagt Carola Puvogel. Dies kann durchaus auch zweckgebunden geschehen. "Jeder Euro kommt direkt zu den Kindern und Jugendlichen." Über erfolgreiche Arbeit und Menschen, die diese Arbeit unterstützen, will die Stiftung ihr Tun nun noch bekannter machen. "So wird zum Beispiel das Krefelder Prinzenpaar in der nächsten Session für uns sammeln", verrät Prehn.

Und Gero Hattstein ergänzt: "Wir gehen mit dem Geld sehr sorgsam um, prüfen die Anträge genau, haken nach und streichen nötigenfalls auch zusammen, denn wir haben ja den Stiftern gegenüber eine Verantwortung."

Stolz ist der Vorstand auf die wissenschaftliche Begleitung seiner Arbeit. Ein Student der Hochschule Niederrhein schreibt bei Professor Bieberstein seine Diplomarbeit über die Stiftung. Und auf die ganz frische Nachricht von der "Initiative Bürgerstiftungen", dass die Krefelder schon in diesem Jahr das Gütesiegel der Initiative erhalten, welches dokumentiert, dass die Arbeit den in einer Selbstverpflichtung formulierten Qualitätsansprüchen des Dachverbandes genügt.

 

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Westdeutsche Zeitung

29. August 06

 

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Rheinische Post

29. August 06

 

 

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Westdeutsche Zeitung

24. Juni 06

 

 

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Westdeutsche Zeitung

22. Juni 06

 

 

Stadt-Spiegel

14. Juni 06

 

 

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Extra Tipp

11. Juni 06

 

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Fischelner Woche

 

 

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Rheinische Post

03. Juni 06

 

 

Westdeutsche Zeitung

03. Juni 06

 

 

So macht Lesen Spaß

22.05.2006

   

Das Leseprojekt “Antolin” spornt die Schüler der Stahldorfschule an.

Das Leseprojekt “Antolin”, bei dem Schüler Kinderbücher auswählen, die sie selbstständig lesen um danach Fragen zum Inhalt per Internet beantworten zu können gibt den Grundschülern einen neuen Ansporn zum Lesen. Die Kombination von Buch und Internet übt dabei eine hohe Motivation zum Lesen auf die Schüler aus, denn das Medium Computer und Internet fasziniert heute schon die Jüngsten. Die Schüler können Punkte sammeln, indem sie die richtige Antwort auf die bei Antolin hinterlegten Fragen zum Inhalt der Bücher geben. Dazu hat jeder Stahldorf-Schüler einen eigenen Zugang zum Antolin - System, den er in bestimmten Unterrichtsstunden je nach Lesefortschritt nutzen kann. Mehr als 6 000 Bücher und dazu gehörige Quizfragen stehen derzeit im ständig wachsenden Portal von Antolin zur Verfügung.

Die Schule feierte die Einführung von Antolin mit einer Geschichte von Paul Maar, die den Schülern von Paula Emmrich, Schauspielerin und “Sams-Darstellerin” an den Vereinigten städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach vorgelesen wurde. Gefördert wird das Projekt von der Bürgerstiftung Krefeld, die 1 000 Euro zur Anschaffung von Antolin - Büchern bereit stellte. Der Leo-Club Krefeld stellte weitere Mittel für ein Selbstlernzentrum zur Verfügung, in dem auch andere Bücher vorhanden sind, die den großen Bereich der Wissensthemen altersgerecht für die Kinder der ersten vier Schuljahre aufbereitet haben. Aus der katholischen Pfarrbücherei St. Bonifatius können die Stahldorfschüler dank einer Kooperation zu bestimmten Terminen weitere Bücher ausleihen, um den Fundus so groß wie möglich zu gestalten. Förderverein und Schulpflegschaft der Stahldorfschule, die sich ebenfalls für die Einführung von Antolin stark gemacht haben, stehen hinter der Schulleitung. Rektor Andreas von Kondratowicz hatte das Antolin Konzept bei einer Recherche nach geeigneten Maßnahmen zur Leseförderung im Internet gefunden. Seine Schule mit einem Anteil von rund fünfzig Prozent Schülern mit Migrationshintergrund ist besonders angewiesen auf ein gutes Konzept zur Leseförderung.

 

Ein Bericht des Presseamtes der Stadt Krefeld

 

Lesespaß mit Punktewertung

19.Mai 06 

 

An der Stahldorfschule können die Kinder zu gelesenen Büchern Fragen im Internet beantworten und dabei Punkte sammeln.

Krefeld. In der Stahldorfschule an der Vulkanstraße hat gestern mit einer Kinderbuchlesung mit Bühnen-Schauspielerin Paula Emmrich ein in Krefeld einzigartiges Leseprojekt begonnen. Die Grundschüler können von nun an altersgerechte Kinderbücher von einer Liste auswählen, lesen und anschließend auf der Internetseite "Antolin" Fragen dazu beantworten.

Das Netzangebot wird von einer Bildungsgemeinschaft fünf großer Schulbuchverlage betrieben und richtet sich an Schulen in ganz Deutschland. "Mittlerweile umfasst ,Antolin` 10 000 Kinder- und Jugendbücher", sagt Schulleiter Andreas von Kondratowicz. Zu jedem könnten die Schüler unter eigenem Passwort und online Fragen beantworten, immer stünden mehrere Lösungsmöglichkeiten zur Auswahl.

Pro richtiger Antwort gebe es Punkte, für falsche Punktabzug, und am Schuljahresende erhalte jeder Schüler eine Urkunde über die Zahl der gelesenen Bücher und die erlangten Punkte. Von diesem Punktesystem und der Kombination aus Internet und Buch verspricht sich der Schulleiter einen Lese-Anreiz für die Grundschüler.

"Wichtig ist, dass derjenige, der die Fragen richtig beantworten will, das Buch auch verstanden haben muss", so Kondratowicz. Anhand der Antworten im Netz, die für die Lehrer einsehbar seien, könnten diese leicht feststellen, ob ein Schüler geraten oder den Inhalt seines Buches verstanden habe.

Unterstützt wird das Projekt "Antolin" unter anderem vom Leo Club, so der Schulleiter. Der übernehme nicht nur die jährlichen Lizenzgebühren in Höhe von 150 Euro, sondern wolle auch noch ein Selbstlernzentrum in der Schule einrichten.

Darin sollen dann auch jene Bücher stehen, die Bürgerstiftung Krefeld für die Schule gekauft hat. Insgesamt 1000 Euro haben die Helfer dafür zur Verfügung gestellt. "Uns hat das Projekt sofort zugesagt", sagt Bürgerstiftungsgeschäftsführerin Carola Puvogel. Überzeugend sei gewesen, dass der Schulleiter vollkommen hinter "Antolin" stehe und dass es in jeder Klasse einen Internet-Computer gebe. Dadurch bleibe kein Schüler außen vor.

Eine Kooperation gibt es auch mit der Schulpflegschaft sowie mit der nahe gelegenen katholischen Pfarrbücherei St. Bonifatius: Die will ebenfalls Bücher für die Grundschüler anschaffen und zum Ausleihen im eigenen Haus bereitstellen.

 

 

 

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Westdeutsche Zeitung

28. April 06

 

 

Stadt-Spiegel

22. März 2006

 

 

Westdeutsche Zeitung

 

18.03.06
Von Peter Langer

 

Bürgerstiftung will Begabung fördern

 

Bis 30. April läuft Bewerbung für Sprachreisen.


Das Ziel ist groß. Die Bürgerstiftung möchte Jugendliche fördern und hat dabei nicht nur offenkundige Talente im Auge, sondern möchte durch gezieltes "Coaching" und Leseprojekte auch Kinder und Jugendliche aus so genannten "bildungsfernen" Gruppen helfen, mögliche Begabungen zu nutzen. Am Freitag kam die Stiftung zu ihrer Gründungssitzung zusammen.

"Wir möchten dem Pisa-Desaster etwas entgegensetzen", erklärte Oberbürgermeister Gregor Kathstede, der zum Vorsitzenden des Stiftungsrates gewählt wurde. Zwar könne nicht das ersetzt werden, was nicht auch an den Schulen gelehrt und gelernt worden sei.

"Es geht aber darum, die gute Arbeit, die an den Schulen in Krefeld geleistet wird, durch die gezielte Förderung von attraktiven Projekten zu unterstützen." Kathstede dankte im besonderen dem Vorstand unter der Leitung des Vorsitzenden Markus Prehn, der gemeinsam mit Geschäftsführerin Carola Puvogel bereits hervorragende Arbeit im Vorfeld geleistet habe.

Vier Projekte hat die Bürgerstiftung bereits ins Rollen gebracht. Dazu gehört etwa ein Leseprojekt für Grundschüler, Gesprächsrunden und Bewerbungstrainings von Hauptschülern mit Ausbildern der Deutschen Bank, Unterstützung von Teilnehmern des Landes-Mathematikwettbewerbes und Sprachreisen.

Im Leseprojekt "Antolin" etwa soll der Stahldorfschule bei der Anschaffung von Büchern für ein internetgestütztes Leseförderungsprogramm geholfen werden. "Lesen ist der wichtigste Schlüssel zu weiteren Bildungserfolgen", erklärte Vorstandsmitglied Gero Hattstein. Insgesamt 200 Schüler sollen von diesem Projekt profitieren und nach Möglichkeit ihre Leseneigung auch nach dessen Beendigung weiter ausbauen.

Darüber hinaus sollen zehn Schüler im Sommer bei einer Sprachreise unterstützt werden. 1000 Euro pro Jugendlichem sollen dazu bereitgestellt werden. "Wir möchten, dass sich die Interessenten bis zum 30. April über Internet oder direkten Kontakt bei uns bewerben und uns ihre Motivationsgründe schildern", erklärte Prehn.

Auch das diene der Erfolgskontrolle, die sich die Bürgerstiftung auf die Fahnen geschrieben hat. Denn es gehe nicht nur darum, Gelder für Projekte zu verteilen, sondern auch darum, zu überprüfen, welchen Erfolg diese Zuwendungen gehabt haben. Prehn: "Besonders möchten wir keine bereits bestehende Organisation vor den Kopf stoßen, sondern vernetzend wirken und in Dialog treten."

Kathstede erinnerte daran, dass die Idee der Bürgerstiftung nur dann aufgehen könne, wenn genügend Spenden für die Bürgerstiftung eingehen würden: "Es sind Spenden für die Kinder von Krefeld, also eine Investition in die Zukunft der Stadt." Weitere Infos, auch zur Bewerbung für Sprachreisen, im Internet.

 

 

 

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Rheinische Post

18. März 2006

 

 

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Westdeutsche Zeitung

14.01.06
Von Dagmar Groß

 

 

Die Krefelder sollen was Gutes stiften

 

Die Bürgerstiftung startet mit 415 000 Euro und will sich vor allem für die Bildung stark machen. Jeder kann sich mit einer Spende beteiligen.


Krefeld. Ab sofort gehört Krefeld zu den etwa 90 Städten in Deutschland die eine Bürgerstiftung haben. Gestern fiel der Startschuss mit einem Kapital von 415 000 Euro. Der Schwerpunkt der Aktivitäten soll im Bildungsbereich liegen. Designierter Vorsitzender ist Bernd Heuer.

Weitere Vorstandsmitglieder sind die Juristen Markus Prehn und Gero Hattstein sowie der SWK-Prokurist Christoph Hüls. Die offizielle Gründungsversammlung wird in Kürze stattfinden, dann wird auch der designierte Vorstand bestätigt und möglicherweise erweitert werden.

Die Bürgerstiftung möchte sich vor allem im Bildungsbereich engagieren, allerdings schließt die Satzung ausdrücklich eine Tätigkeit in den Bereichen aus, die Sache von Stadt oder Land sind bzw. durch Fördervereine oder andere Institutionen abgedeckt sind.

So wird der Unterhalt von Schulgebäuden auch weiter Aufgabe der Stadt bleiben. "Wir wollen auf keinen Fall als Konkurrenz auftreten", betont Hattstein, "sondern in der Spitze und in den bildungsferneren Schichten die Ausbildung fördern." Dies könne über die Unterstützung bei der Teilnahme an Wettbewerben ebenso geschehen, wie durch die Finanzierung von Austauschprogrammen, Auslandsaufenthalten oder Projekten zur Lese- und Sprachförderung, nennt er Beispiele. Konkrete Projekte werde man im März der Öffentlichkeit vorstellen.

Die Stiftung ist aber nicht auf Bildung beschränkt. Spenden und Stiftungen sind auch in anderen Bereichen wie Umweltschutz, Jugend- oder Altenhilfe, und im Kultur- oder Denkmalbereich zweckgebunden möglich. Um in den Stifterkreis (das so genannte Forum) aufgenommen zu werden, ist eine Summe von mindestens 5000 Euro nötig. Spenden hingegen werden in jeder Höhe angenommen (Kontonummer 9977 bei der Sparkasse sowie 9970 bei der Volksbank).

Zu den Stiftern, die das Startkapital zusammengetragen haben, gehören die Krefelder Firmen Canon, Cerestar, Fressnapf/Trinkgut, Siemens, die Sparda- und die Volksbank sowie die Stadttöchter Sparkasse und SWK. Alle betonen die Wichtigkeit des Themas Bildung auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Dies war für sie Hauptmotiv, sich zu engagieren. Wichtig ist Vorstand und Stiftern aber auch die Idee, dass Bürger sich für Bürger bzw. ihre Stadt engagieren.

So ist Bernd Heuer stolz darauf, dass das Startkapital in Krefeld weit über dem Durchschnitt der bestehenden Bürgerstiftungen liegt. Und er verweist darauf, dass die Hochschule Niederrhein bereits signalisiert hat, die Arbeit der Krefelder Einrichtung mit einem Forschungsprojekt begleiten zu wollen. Eine Geschäftsstelle wird die Stiftung in den SWK-Räumen an der Hochstraße einrichten.

Die Initiative zur Gründung war von Oberbürgermeister Gregor Kathstede ausgegangen. Dem liegt das Thema Bildung als Oberstudienrat sehr am Herzen, so entstand während seines Wahlkampfes die Idee: "Der Gedanke war so attraktiv, dass alle Angesprochenen sofort ihre Unterstützung zugesagt haben." Für ihn ist die Stiftung ein weiterer Baustein für die Zukunft Krefelds als attraktive und familienfreundliche Wohnstadt.

 

"Bürgerstiftung Krefeld" gegründet

17.01.2006

 

Auf Initiative von Oberbürgermeister Gregor Kathstede wurde eine Bürgerinitiative zur Förderung insbesondere der Bildung ins Leben gerufen. Das Gründungskapital betrug 415 000 Euro.



 

Mit breiter Unterstützung aus Bürgerschaft und Wirtschaft ist in der Samt- und Seidenstadt die Gründung der “Bürgerstiftung Krefeld” auf Initiative von Oberbürgermeister Gregor Kathstede gelungen. Rund 415 000 Euro Gründungskapital stehen bereits zum Start zur Verfügung. Sinn und Zweck der Bürgerstiftung ist es, verschiedene Bereiche in Krefeld speziell zu fördern – ein besonderer Schwerpunkt wird dabei der Bildungssektor sein. “Dies ist ein weiterer Baustein für ein familienfreundliches Krefeld. Die Stiftung soll eine Einrichtung von und vor allem für die Krefelder Bürger sein”, betont Oberbürgermeister Kathstede, der die Stiftung an den neuen Stiftungsvorstand unter Führung von Bernd Heuer übergab.

Namhafte Krefelder Unternehmen haben die Bürgerstiftung mit ins Leben gerufen. Canon Deutschland, Cerestar, Deutsche Bank, Fressnapf, Siemens, Sparda- Bank West, Sparkasse Krefeld, Stadtwerke und Volksbank wollen durch ihre finanzielle Beteiligung die Initiative nachhaltig fördern und auch in Zukunft weiter begleiten. “Wir wollen uns als Unternehmen bei der Förderung von Jugendlichen einbringen. Und da war das Vorhaben von Oberbürgermeister Kathstede für uns ein willkommener Anlass”, erklärte stellvertretend Thomas Osswald, Marketing-Direktor von Canon Deutschland.

“Mit unserem Startkapital liegen wir bundesweit deutlich über dem Durchschnitt”, macht Bernd Heuer deutlich. Er sieht das geplante Engagement der Stiftung im Bereich Bildung auch als Standortfaktor. Heuer: “Städte, die auf dem Bildungssektor außergewöhnliche Leistungen bringen, werden für junge Menschen attraktiver.”

An der Bürgerstiftung kann sich jeder Krefelder beteiligen: Entweder als “Stifter” und damit als stimmberechtigtes Mitglied in der Stifterversammlung – dafür ist allerdings ein bestimmter Betrag notwendig – oder durch eine Spende, die gezielt in Projekte fließen kann.

Vorschläge für Förderprojekte hat eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Oberbürgermeister Gregor Kathstede bereits ausgearbeitet. Als erstes Projekt will die Stiftung zehn Krefelder Jugendlichen im Sommer eine Sprachreise ins Ausland ermöglichen. Angedacht ist weiterhin die Ausweitung von Schülerpraktika bei Unternehmen in Krefeld und in den Krefelder Partnerstädten im Ausland, die Unterstützung von Schulklassen bei der Teilnahme an Wettbewerben, die Förderung der Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft und die Hilfe bei der Gründung von Schülerfirmen. Im März möchte sich der Vorstand der Bürgerstiftung mit Räumlichkeiten in der Krefelder Innenstadt, eigenem Logo, Internet-Adresse und einem kompletten Programm der Öffentlichkeit vorstellen.

Auf den Bereich Bildung alleine will sich die “Bürgerstiftung Krefeld” allerdings nicht beschränken. In der Satzung sind ebenso die Bereiche Wissenschaft und Forschung, Kunst, Kultur und Denkmalpflege, Umwelt, Naturschutz und Landschaftspflege, Jugend- und Altenpflege, Gesundheitswesen, Sport sowie Brauchtum und Heimatpflege genannt. “Die Stiftung wird laut Satzung aber keine Aufgaben übernehmen, die zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehören”, macht Vorstandsmitglied Markus Prehn deutlich.

Die Stiftung sieht sich laut Satzung als Gemeinschaftseinrichtung von Krefelderinnen und Krefeldern für ihre Stadt – sie soll “dem Gemeinwohl dienen, das Gemeinwesen Krefelds nachhaltig stärken und Kräfte der Innovation mobilisieren”. Zwei Konten stehen der Bürgerstiftung Krefeld bereits zur Verfügung. Das Konto 9977 bei der Sparkasse Krefeld (BLZ 320 500 00) und das Konto 9970 bei der Volksbank (BLZ 320 603 62). Spenden sind jederzeit möglich.

 

Extra-Tipp

17 01.2006

 

 

Neues Projekt Zukunft

Die „Bürgerstiftung Krefeld“ ist gegründet worden. Sie hat den Zweck, zentrale Bereiche des öffentlichen Lebens in der Stadt speziell zu fördern. Der Schwerpunkt liegt bei der Bildung.         

Krefeld  (hlh).  „Ziel der Bürgerstiftung Krefeld ist es, den Standort Krefeld weiter zu stärken“, so Krefelds Oberbürgermeister  und Initiator der Stiftung, Gregor Kathstede,   bei der Vorstellung der Ziele und des Vorstandes am Freitag im Rathaus.
Eine  Stiftung, die etwas bewirken will, ist auf Geld angewiesen. Hier steht man unter einem guten Stern: Unternehmen und Institutionen stellen ein „Startkapital“ in Höhe von 415.000 Euro zur Verfügung. Weitere Spenden kommen von Krefelder Bürgern und Organisationen.
Eine Geschäftsstelle für die Stiftung hat man auch schon gefunden: Sie wird  in den Räumen der SWK an der Hochstraße angesiedelt.
Die Stiftung mit dem Schwerpunkt-Anliegen, die Bildung in Krefeld voranzutreiben, will in der Spitze und in der Breite fördern.
„In der Breite wollen wir z.B. in problematischen Breichen fördern. Hier denken wir etwa an eine Leseförderung an entsprechenden Schulen. In der Spitze können wir uns vorstellen, zum Beispiel einen Landeswettbewerb Mathematik zu unterstützen“, so Dr. Gero Hattstein vom Stiftungs-Vorstand. Als erstes Förderprojekt ist angedacht, zehn Krefelder Schülern die Gelegenheit zu einem Sprachaufenthalt in Frankreich oder England zu geben. Fördersumme: rund 1.000 Euro pro Schüler/in.

 

 

 

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Spendenkonten:

Sparkasse Krefeld -  BLZ 320 500 00 -  Konto 9977  Volksbank Krefeld  - BLZ 320 603 62 - Konto 9970

© 2006-2009 Bürgerstiftung Krefeld. Alle Rechte vorbehalten. Impressum - Stand: Samstag, 20. Februar 2010.

       

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