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Sprachreisenbericht Oxford 2006

 

 

Während meiner zweiwöchigen Sprachreise durfte ich in England  viele neue Erfahrungen sammeln und wunderbare Dinge erleben, von denen ich nun im Folgenden berichten möchte:

 

Meine Anreise:

Meine Reise begann am 01.07.2006 am Düsseldorfer Flughafen, und sobald ich mich von meinen Eltern verabschiedet hatte, konnte mein eigenes Abenteuer beginnen. Da ich vorher noch nie geflogen war, stellte sich der Flug bereits als ein Erlebnis für sich heraus. Vom Londoner Heathrow Airport aus nutzte ich die gute Busverbindung, sodass ich nach ca. 70 Minuten Fahrt Oxford erreichte. Das Gefühl der Überwältigung als ich tatsächlich aus dem Bus ausstieg, was an sich eines der alltäglichsten Dinge des Lebens sein mag, und plötzlich mitten im Trubel der Stadt, von der ich seit Jahren geträumt hatte, stand, lässt sich schwer in Worte fassen. Und so ließ ich es mir, trotz meines schweren Koffers, nicht nehmen ein wenig umherzuwandern und jeden einzelnen Eindruck gierig aufzusaugen. Nachdem ich im Touristeninformations-Center eine Karte der Stadt erstanden hatte, machte ich mich zu Fuß auf den Weg zu meiner Gastfamilie auf. Das Wetter war zu herrlich und meine Neugierde zu groß, als dass ich meine Zeit in einem Taxi vergeudet hätte.

 

Meine Unterkunft: 

Untergebracht war ich bei der Grundschullehrerin Linda Gowan, die in einem kleinen, gemütlichen Haus mit Garten abseits des City Centres lebt. Ich hatte mein eigenes Zimmer und war der einzige Gast.

Die Wärme, mit der Linda mich bereits am ersten Tag begrüßte, wich zu keiner Zeit, die ich in ihrem Haus verbringen durfte. Am ersten Abend gingen wir mit ihrer erwachsenen Tochter Ashley, die uns besuchen kam, in der Nachbarschaft spazieren. Der darauf folgende Tag begann mit einer Besichtung der Stadt, während welcher mir Linda unter anderem die Sprachschule zeigte, damit ich sie am ersten Schultag leicht finden konnte.  

 

Beim Abendessen tauschten wir uns immer gegenseitig aus, wobei sie mir stets mit Rat zur Seite stand. So konnte eine Mahlzeit manches Mal über eine Stunde dauern. Besonders schön war der Abend, an dem ich auch noch ihre zwei ältesten Töchter, die beide in London leben, kennen lernte und wir uns lange bis nach Mitternacht unterhielten. Dank Linda wurde ich nicht nur viel sicherer im Sprechen, sondern fühlte keine einzige Sekunde des Heimwehs. 

 

 

 

Der 1. Tag und die 1. Woche: 

Am Montag, den 03.07.2006, begannen mit mir rund 60 andere Schüler ihr Studium im British Study Centre. Jeder von uns musste zunächst einen Einstufungstest machen, der aus einem schriftlichen Teil und einem kurzen Interview bestand. Die Nervosität, die während des Tests und besonders während des Interviews an meiner Konzentration genagt hatte, legte sich beim anschließenden Stadtrundgang. Ich war angenehm überrascht, als mich ein französisches Mädchen, Claire, ansprach und wir ins Gespräch kamen. Zurück in der Sprachschule angelangt, stellte sich jedoch leider heraus, dass Claire und ich nicht im selben Kurs waren. Das Niveau der verschiedenen Kurse zog sich von Anfänger bis hin zu Fortgeschrittenen. Als jeder seinen Stundenplan erhalten hatte, wurde uns Neulingen noch der Aufbau des Centres erklärt. Es bezieht nämlich Räume in vier unterschiedlichen Gebäuden: Das Hauptgebäude mit Rezeption,  Lehrerzimmer, Internetraum, Bibliothek und Klassenräumen; weitere Klassenräume im Annex-Gebäude sowie in der Oxford Business School; und schließlich noch der Coffee Shop, in dem schon mein Einstufungstest stattgefunden hatte. Zum Glück stehen alle Gebäude beieinander.

Wenig später begann meine erste Unterrichtsstunde. Mein Stundenplan sah so aus, dass ich von 09.10 Uhr bis 12.00 Uhr General English Stunden hatte, und von 12.20 Uhr bis 13.10 Uhr Speaking&Listening. Da die Einstufung und das Kennenlernen der Schule samt Umgebung schon den Vormittag verschluckt hatten, sollte meine erste Stunde Speaking&Listening sein.

Im Kurs ging es in erster Linie darum, dass man mit anderen ins Gespräch kam, aber auch durch zum Beispiel Tonbandaufnahmen Muttersprachlern zuhörte. Jede Woche gibt es im Study Centre ein Thema, welches sich im Unterricht wiederfindet. In meiner ersten Woche drehte sich alles um „Großbritannien“, weswegen wir zunächst in Gruppen eingeteilt wurden, um unsere Heimatländer mit Großbritannien zu vergleichen. In diesem Kurs gab es Studenten aus Kolumbien, Italien, der Schweiz, Polen, Spanien, Frankreich, Mexiko, Ungarn und Korea, weswegen es nie langweilig wurde und ich stets etwas Neues über eine fremde Kultur erfuhr. Sian, unsere Lehrerin, achtete dabei darauf, das Gespräch stets in eine neue Richtung zu lenken. Besonders viel lernte ich, als wir ein Arbeitsblatt betrachteten, auf dem britische Redewendungen dargestellt waren, und wir gemeinsam in Gruppen ausdiskutieren sollten, was genau abgebildet war und ob wir diese Redewendung mit Hilfe unserer Muttersprache erklären könnten. Vor meiner ersten Unterrichtsstunde war mir ein wenig mulmig zumute gewesen, da ich nicht wusste, wie sich die anderen Studenten mir gegenüber verhalten würden, doch rasch hatte sich herausgestellt, dass die Atmosphäre im Study Centre sehr aufgeschlossen war. Man kam sehr leicht ins Gespräch, in dem die kulturellen Unterschiede nicht als Abschreckung, sondern als Gesprächsstoff dienten.

Der General English Unterricht mit Hayley stellte sich als noch abwechslungsreicher heraus, da wir uns mit verschiedenen Dingen wie Grammatik, Aussprache, Erlernen neuer Vokabeln und dem Schreiben eigener Geschichten beschäftigten. Auch in diesem Kurs gab es eine Vielzahl an verschiedenen Nationalitäten, wobei die Anzahl der Teilnehmer nie über 12 reichte. Obwohl ich mit zu der Zeit 16 Jahren die Jüngste war – die meisten Studenten waren um die 20 Jahre alt, fühlte ich mich im Unterricht nicht benachteiligt oder eingeschüchtert. Eher im Gegenteil. Ich konnte offen mit den anderen über die verschiedensten Themen sprechen und wurde ohne jegliche Vorurteile akzeptiert. Hayley sorgte dafür, dass uns nie langweilig wurde. So folgte auf eine eher trockenere Zeiten-Aufgabe aus dem Buch eine Diskussion oder angeregte Gruppenarbeit, wobei es häufig vorkam, dass die Gruppenarbeit einem Spiel glich, bei dem wir gegeneinander antraten. Einmal fand ich mich zum Beispiel im Bohnenteam wieder und musste gegen das Bacon-, Eier- und Würstchenteam antreten. Auf diese Weise bezog Hayley unter anderem das Thema „Großbritannien“ in den Unterricht, wobei es an erster Stelle amüsant ist nach seltsamen englischen Frühstücksgerichten eingeteilt zu werden.

 

Die 2. Woche: 

Am Ende meiner dritten General English Stunde, also am Donnerstag, schlug Hayley mir vor den Kurs zu wechseln. Von Upper-Intermediate, was soviel wie „Höhere Zwischenstufe bedeutet“, sollte ich in den Fortgeschrittenen-Kurs wechseln. Von dieser Idee war ich ungemein angetan und durfte mich am Freitag mit Stef unterhalten, weil sie für die verschiedenen Kurse verantwortlich war. Nach einem kurzen Gespräch war es also beschlossene Sache, dass ich meine zweite Woche im „advanced course“ verbringen sollte.

 

Mein Wochenende verbrachte ich mit anderen Studenten, die ich durch das Nachmittagsprogramm, das von der Schule angeboten wird, besser kennen gelernt hatte. Sonntags sahen wir zum Beispiel das Finale der Fußballweltmeisterschaft in einem Pub voller Italiener, deren Temperament wir nun auf engstem Raume miterleben durften (nach Zinedine Zidanes Tor für Frankreich warf ein Italiener ein Stück Baguette an die Leinwand, wodurch für den Rest des Spieles ein Fettfleck inmitten des Bildes thronte).

 

 

 

Im Zuge meiner neu entdeckten Unabhängigkeit war ich am Samstag allerdings ganz alleine mit dem Bus nach Cambridge aufgebrochen und hatte dort einen sehr schönen Tag verbracht.

Dies war vorher natürlich mit meinen Eltern und meiner Gastmutter abgeklärt worden. Nie hätte ich damit gerechnet, mich ohne fremde Hilfe, so weit weg von meinem eigentlichen Zuhause, so gut zu Recht zu finden.

Ich hatte es nicht für möglich gehalten, doch meine zweite Woche in Oxford übertraf die erste noch um Längen! Nun befand ich mich also im Fortgeschrittenenkurs mit meinen Freunden Monika aus Polen, Elisabeth aus Frankreich, Marcia aus Brasilien, Fred aus der Schweiz und Juan aus Spanien. Der Unterricht war insgesamt fordernder, aber genau das hatte ich mir gewünscht. Seit meinem 2. Tag in England hatte ich begonnen auf Englisch zu denken, sodass ich mich fließend ausdrücken konnte und eine Sicherheit im Sprachgebrauch erlangt hatte, die ich im Schulunterricht in Deutschland so nie erreicht hätte. Generell denke ich, dass ich in zwei Wochen Englandaufenthaltes mehr Englisch gesprochen habe, als in meinen gesamten sechs Jahren Englischunterricht an der Schule. Im Fortgeschrittenenkurs also sollte dieses flüssige Sprechen noch verfeinert werden. Simon, mein neuer Lehrer, achtete darauf, dass wir nicht ständig einfache Adjektive wie „groß, klein, toll“ verwendeten, sondern diese auf eine eloquente Weise umschrieben. Wie immer wurde der Unterricht dabei nicht wie der normale Schulunterricht gestaltet, sondern besaß stets eine Atmosphäre, die einem nachmittäglichen Treffen unter Freunden, die sich länger nicht mehr gesehen haben und daher viel zu berichten wissen, glich.

Auch in diesem Kurs war ich die Jüngste, was allerdings erneut keine Rolle spielte. Simon teilte uns nämlich gerne in kleine Teams ein und ernannte in jedem Team einen „Captain“, der die Verantwortung für die Entscheidungen und Ergebnisse der Gruppe trug. Als diese Rolle mir zufiel, ließ mich mein Team ohne Einwände gewähren.

 

Nachmittagsbeschäftigungen

Das British Study Centre stellte jeden Nachmittag ein bestimmtes Programm zur Auswahl, das auch Exkursionen zu anderen Städten an den Wochenenden mit einschloss.

 

 

Durch dieses Programm konnte man einerseits wunderbar neue Facetten Oxfords erleben, aber auch andererseits mit neuen Studenten in Kontakt treten, oder bereits geknüpfte Bekanntschaften vertiefen. Nachmittags wurde es also nie langweilig, denn selbst wenn im Programm, das von Sportarten, über Museumsbesuche bis hin zu Bowlingabenden reichte, nichts für einen dabei war, so lohnte es sich immer Oxford auch auf eigene Faust zu erkunden.

 

Mit Hilfe meines Buspasses, den ich jeden Tag brauchte, um morgens zur Schule zu gelangen, war dies auch gar kein Problem.

 

Ein ganz spezielles Highlight war der von der Schule organisierte Quizabend, bei dem von den Studenten selbst zusammengestellte Teams gegeneinander antraten. Aus meinem Kurs hatte sich ein siebenköpfiges Team französischer, polnischer, brasilianischer, schweizerischer und natürlich deutscher Nationalität zusammengefunden. Und auch ein Name hatte sich schnell gefunden: Simon’s Pride, da es doch unser Kurslehrer gewesen war, der uns zur Teilnahme angestachelt hatte.

 

 

Das Quiz lief über sechs verschiedene Runden, in denen wir unser gemeinsames Allgemeinwissen und unsere Kunst- sowie Musikkenntnisse unter Beweis stellten.

Für Simon verlief der Abend leider nicht so glatt, da wir die fünf anderen Teams vernichtend schlugen und die anderen Lehrer, die das Quiz moderiert hatten, ihn der Beihilfe bezichtigten. Dies war jedoch spätestens am nächsten Morgen vergessen, als wir unseren Preis, eine große Schachtel Pralinen, im Unterricht mit ihm und dem gesamten Kurs teilten.

Ebenso schön war das „Punting“, welches an meinem letzten Freitag stattfand. Ein letztes mal wollten meine Freundinnen und ich etwas als Gruppe tun, weswegen wir uns ein „punting boat“ mieteten und plaudernd über den Fluss Isis stocherten.

 

Abschiede sind schwer... 

Viel zu schnell zogen die Tage an mir vorbei und bereits drei Tage vor meiner eigentlichen Abreise beschlich mich allmählich ein beklemmendes Gefühl.

All die Menschen um mich herum hatte ich innerhalb von nur zwei Wochen in mein Herz geschlossen, freute mich auf jede Unterrichtsstunde und genoss meine Zeit in dieser charmanten Stadt. Sodass der Gedanke, diese Zeit für immer zu beenden, denn niemals wird es je wieder genauso sein, wie es war, einen Kloß in meinem Hals verursachte und noch immer verursacht.

Ich weiß nicht mehr wie häufig ich an diesem Tag umarmt wurde, und wie oft der Gedanke, warum ich nicht einfach drei Wochen gebucht hatte, durch meinen Kopf schoss. Was ich jedoch noch genau weiß, ist, dass ich die E-Mails, die ich fast jeden Tag nach Polen und Frankreich schicke, noch für eine lange Zeit weiterhin versenden werde.

An sich war mein letzter Tag in der Sprachschule ein Tag wie jeder andere auch. Endgültig wurde es erst, als ich von Simon ein braunes Kuvert erhielt, er mir die Hand schüttelte und  lächelnd sagte: „See you next year!“

So wie all die Tage zuvor ging ich mit meinen Freunden in den coffee Shop. Elisabeth aus Frankreich würde ebenfalls am nächsten Tag nach hause fahren. Gemeinsam öffneten wir unsere Umschläge und fanden jeweils ein Zertifikat, sowie eine Art Zeugnis mit unserem Lernfortschritt und einem Rat für die Zukunft vor.

Kurze, hastig verfasste Briefe versehen mit E-Mailadressen wurden ausgetauscht, Tränen runtergeschluckt und als wir zurück von unserem „Punting“-Tripp kamen, da war es vorbei. Meine magischen zwei Wochen in Oxford.

Am Samstag, dem wirklichen Tag meiner Abreise, musste ich Linda, meiner Gastmutter, versichern, dass falls ich jemals wieder nach Oxford komme, ich mich bei ihr melde, und dass ich ihr am Ende meiner Ferien eine Postkarte schicke.

Als ich meinen Koffer den leichten Hügel zur Bushaltestelle runterrollte, fühlte ich mich seltsam leer. Während der Busfahrt zum Flughafen versuchte ich meinen Kopf freizuhalten.

Doch als ich dann schließlich vor dem Check-In Schalter am Flughafen stand, fühlte ich mich, als schlüge mir jemand ins Gesicht. Um mich herum befanden sich nur deutsche Passagiere. Größtenteils Jugendliche, die mit einer Reisegesellschaft unterwegs gewesen waren. Nach zwei Wochen intensivstem Englischgebrauches, war ich die manchmal doch recht skurrile deutsche Jugendsprache nicht mehr gewöhnt. Durch die Lautmalerei („boa, ey, etc“) und das Geschnatter der Leute um mich herum, fühlte ich mich doch sichtlich irritiert.

 

Mein Fazit:                

Ich machte die Sprachreise mit dem Ziel, dass ich mehr über mich selbst und meine Interessen lernen könnte. Sie sollte mir bei der Frage, ob ich später Anglistik studieren möchte behilflich sein, die Gelegenheit bieten Englisch zu sprechen und außerdem meine Unabhängigkeit und mein Selbstvertrauen unter Beweis stellen.

 

Heute kann ich sagen, dass die Erfahrungen, die ich im Verlaufe meines Englandaufenthaltes sammelte, meine Erwartungen bei Weitem übertrafen.

Niemals hätte ich damit gerechnet, mit einer solchen Herzlichkeit und Offenheit in einem mir vollkommen fremden Umfeld aufgenommen zu werden. Die Leichtigkeit, mit der ich mich in diesem anderssprachigen Land zurecht fand, erstaunte mich zutiefst. Genauso wie die Aufgeschlossenheit meiner meist älteren Mitschüler.

 
 

Vorurteile hatten keinen Platz, die wenige Zeit, die man zusammen verbringen konnte, war zu kostbar, um sie durch Streitigkeiten zu trüben. Dadurch habe ich gelernt, dass es sich lohnt offen auf andere Menschen zuzugehen, und dass ich weder durch mein Alter noch irgendeinen anderen oberflächlichen Faktor in meiner Person oder Meinung diskreditiert werden kann.

Englisch spreche ich nun mit einer Sicherheit, die ich im Schulunterricht nie erlangt hätte.

Doch auch mein Interesse an anderen Kulturen und Sprachen wurde erweckt, weswegen ich nächsten Monat beginnen möchte Spanisch zu lernen und mehr Zeit in mein Französisch investieren werde. Die Lehrer der Sprachschule, die meist mehrere Jahre in anderen Ländern verbracht haben und mehrere Sprachen sprechen, erhalten meine tiefe Bewunderung. Durch sie wurde mir verdeutlicht, dass ich Fremdsprachen auf jeden Fall in mein späteres Berufsleben integrieren möchte, wobei ich ebenfalls mit dem Gedanken spiele Deutschland zu verlassen.

Während der Sprachreise fühlte ich mich nicht als Tourist oder ausländischer Gast, sondern viel mehr als willkommener Freund, der mit jedem Tag mehr dazu gehörte, mehr über die eigentlich fremde Kultur des Ortes, über die Kulturen meiner Mitschüler und letzten Endes auch über mich selbst lernte.

Durch die vielen Nationalitäten in Oxford habe ich nicht nur Großbritannien besser kennen gelernt, sondern quasi halb Europa. In Zeiten der EU sehe ich mich nun nicht mehr als Deutsche, sondern als Europäerin.

 

Freunde in Brasilien, Polen, Frankreich und Spanien zu haben, lässt die Welt weniger groß und erschreckend erscheinen. Vielleicht werde ich in den nächsten Ferien sogar nach Polen fahren können, oder sofern ich einen Job finde, nächstes Jahr wieder nach Oxford. Zurück in die Stadt, deren Charme und Atmosphäre mich verzaubert haben.

 

Ich kann ehrlich sagen, dass meine Sprachreise ein durchweg positives Erlebnis war, einzig getrübt durch den unabdingbaren Abschied.

 

von Nadja Chromik

 

 

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