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Nach einem Beschluss
der Landesregierung NRW werden die bisher bestehenden
Betreuungsangebote für Grundschüler, vornehmlich die Horte, nicht
weitergeführt. Stattdessen sollen die Kinder nun in den Offenen
Ganztagsgrundschulen nachmittags und in den Ferien betreut werden.
In Krefeld gibt es
insgesamt 36 Grundschulen. 14 davon sind schon in Offene
Ganztagsschulen umgewandelt worden. Weitere 17 sollen
voraussichtlich zum Sommer 2007 folgen.
Wurden in den Horten
bislang ca. 300 Kinder nach dem Unterricht betreut, so sind es im
Offenen Ganztag zur Zeit 1000 Kinder, ab dem Sommer sogar knapp
2000.
Im Offenen Ganztag
gibt es eine klare Trennung zwischen dem Unterricht am Vormittag und
dem Betreuungsangebot am Nachmittag. Der Nachmittag bietet Zeit und
Raum für unterrichtsergänzende Förderung, außerunterrichtliche
Angebote aus Sport, Musik und Kultur sowie weitere Freizeitangebote.
Die Bürgerstiftung
Krefeld möchte die Krefelder Grundschulen bei der Durchführung des
Nachmittags– und Ferienangebots unterstützen.
Dies erscheint dem
Vorstand aus einer ganzen Reihe von Gründen sehr sinnvoll.
Die Schulen müssen
mit einem sehr knapp kalkulierten Budget auskommen, im Vergleich zur
Hortbetreuung halbiert sich beispielsweise der Personalschlüssel.
Insbesondere in den
Ferien kann das ein Problem sein, weil dann vormittags kein
Unterricht stattfindet und für eine qualitativ hochwertige Betreuung
erst recht das Personal fehlt (z.B. Eine Erzieherin für 50 Kinder in
den Vormittagsstunden).
Für die oben
beschriebenen Extraaktivitäten und Projekte bekommen die
Grundschulen kein eigenes Budget, stattdessen muss beim ohnehin
schon recht knappen Personalbudget oder beim
Personalvertretungsbudget Geld angespart werden, das dann erst für
Projektarbeit eingesetzt werden kann. Wenn dies nicht gelingt, z.B.
bei vielen Krankheitsfällen, steht kein Geld zur Verfügung.
Die Schulen haben
aus diesem Grund größtes Interesse daran, im Bereich Offener Ganztag
unterstützt zu werden. Die Zusammenarbeit mit den Schulen gestaltet
sich bislang sehr konstruktiv und offen.
Die Bürgerstiftung
Krefeld hat die Möglichkeit, im Ganztagsbereich ganz gezielt auf
Schulen, vor allem auch in „schwierigen“ Stadtbezirken, zuzugehen
und hier Kinder zu fördern, die sonst herkunftsbedingt nicht die
Möglichkeit hätten, an solchen Angeboten teilzunehmen.
Die Bandbreite an
möglichen Projekten ist groß und kann für jede Schule, jede Gruppe
von Kindern individuell abgestimmt werden.
Die Bürgerstiftung
Krefeld möchte eigene Projekte im Bereich Musik, Kunst, Sport,
Sprache entwickeln und diese ausgewählten Schulen für den
Nachmittagsbereich anbieten. Diese Angebote stellen immer eine
Ergänzung des vorhandenen Angebots dar.
Die ersten Projekte
an vier ausgewählten Grundschulen sind nach den Osterferien
gestartet.
Kunstprojekt mit der Kindermalschule „Mit dem Finger auf der
Landkarte“
Sprachförderung Maskentheater mit dem „Kresch Theater“
Trommeln, Tanz, Akrobatik
„Geschichtenclub“
Von der Monsterspinne zum verschwundenen Pokal
Das Projekt ist
langfristig angelegt und kann auf beliebig viele Schulen ausgeweitet
werden – wenn genügend Spendengelder vorhanden sind.
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